Do You Remember?
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(Quelle: Rhein-Neckar Zeitung, den 2. Januar 2004)
 
Luftballons, Beatles und Mambo

"Do You Remember?" begeisterte
das Rosengarten-Publikum
 
Als “Generationenvertrag des Entertainments“ bezeichneten die Macher vom KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar nicht ganz unbescheiden ihre Hitrevue „Do You Remember?“, und sie haben in der Tat nicht zu viel versprochen. Was da nach der bereits umjubelten Premiere nun im mit über 2000 Besuchern fast ausverkauften Mozartsaal des Kongresszentrums Rosengarten gut zwei Stunden lang über die Bühne ging, war handwerklich gut präsentierte, amüsante, abwechslungsreiche Unterhaltung mit vielen Höhepunkten.
„Sollten Sie das Bedürfnis haben, laut mitzusingen, tun Sie es“ hatte KulturNetz Chef Peter Baltruschat, zusammen mit Claudia Domjanic, Annette Kienzle und Regisseur Frank Landua einer der vier Hauptakteure, das Publikum zu Beginn der musikalischen Zeitreise durch fünf Jahrzehnte aufgefordert. Das hielt sich dann zwar größtenteils mit eigenen Sangeskünsten zurück, im Laufe des Abends wurden jedoch manche Erinnerungen wach und einige Ohrwürmer wieder lebendig. Da warfen die Caprifischer ebenso ihre Netze aus wie ein Cowboy als Mann gesucht wurde, heizten die Beatles vor kreischenden Mädels unter anderem bei „A Hard Day´s Night“ mächtig ein, präsentierten sich die Hippies mit Klassikern aus dem Musical „Hair“ und machte sich das Diskofieber der 70er Jahre breit. Das alles ging in originalgetreuen Kostümen und mit Unterstützung eines allerdings frauenlastigen Tanzensembles sowie einer ausgezeichneten Liveband und Schlag auf Schlag, nur unterbrochen von eingespielten Werbefilmchen mit etwa dem unvergessenen HB-Männchen.
Nach der Pause war bei den 80er Jahren die Neue Deutsche Welle unvermeidlich. Ein völlig losgelöster Major Tom traf die Rosi aus dem Sperrbezirk, 99 Luftballons flogen genauso hoch wie das Bruttosozialprodukt gesteigert wurde. In den 90er warteten unter anderem die „Sexbomb“ und der „Mambo Nr. 5“.
Unbestrittener Höhepunkt dieses Programmteils war aber Altmeister Jochen Brauer, der bei seiner Einlage vor allem bei „Peter Gunn“ mit seinem Saxophon brillierte und auch Sinatras „My Way“ exzellent interpretierte.
 
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